Warnung vor den gefährlichen Spinnenfischen!

Alljährlich wird zahlreichen Urlaubern an den Stränden der Insel Mallorca durch giftige Stiche der Spinnenfisch-Stacheln der Badespaß verdorben. Auf Beutefang gräbt sich der Spinnenfisch in den Sand ein, so dass nur ein Teil des Kopfes zu sehen ist. Wegen seiner Farbgebung fällt nicht einmal dieser auf. Der giftige Jäger wird deshalb in der Regel erst dann entdeckt, wenn er mit seinen giftigen Stacheln zusticht.

Spinnenfische, die eigenlich Geflecktes Petermännchen (Trachinus araneus), Strahlen-Petermännchen (Trachinus radiatus) oder auch Spinnen-Petermännchen heißen, sind außergewöhnlich aggressiv, was ihnen auch den Spitznahmen Viper der See eingebracht hat.

Das Spinnen-Petermännchen ist ein Raubfisch, der vornehmlich im Mittelmeer und an der afrikanischen Atlantikküste von Gibraltar bis Golf von Guinea in Tiefen bis 150 Metern vorkommt. Der aggressive Räuber wird bis zu einem halben Meter groß, bewohnt seichte, sandige Küstengewässer und ist deshalb auch in Strandnähe anzutreffen. Diese Spinnenfische ernähren sich von kleinen Fischen und Krebstieren, denen sie auflauern und die sie angreifen.

Auf Mallorca machen viele Urlauber auch deshalb Bekanntschaft mit dem unangenehmen Meeresbewohner, weil er sehr aggressiv ist und seine Rücken- und Kiemenstacheln in Richtung des vermeintlichen Angreifers aufrichtet, sobald er sich irgendwie gestört fühlt. Und da sich der Spinnenfisch in den Sand eingräbt, kann es schnell passieren, dass der ahnungslose Badegast auf das Tier tritt, weshalb man Badeschuhe tragen sollte, wenn man auf Mallorca im Meer baden möchte!

Die Folgen des gefährlichen Giftes sind äußerst unangenehm, weshalb man den Notarzt konsultieren sollte, falls neben der Schwellung am Fuß noch weitere Symptome auftreten. Neben den großen Schmerzen, die vom Fuß bis in den Oberschenken auftreten können, sind Schwellung, Rötung, Blasenbildung und Taubheit weitere Symtome. Als erste Maßnahme gilt das Säubern und Entfernen von Stachelresten aus der Wunde.

Begegnungen mit dem Spinnenfisch können im schlimmsten Fall, neben tagelangen Schmerzen, auch Delirium und kurze Ohnmachtsanfälle auslösen, weshalb Schwimmer oder Taucher nach einem Stich auch ertrinken können. Die zumeist von den Ärzten verschriebenen Anästhetika und Analgetika helfen nur wenig. Das beste ist, den betroffenen Fuß sofort in derart heißes Wasser zu legen, wie es gerade noch erträglich ist.

Der Stich des Spinnenfisches kann bei Personen mit geschwächten Immunsystem, Kindern oder auch älteren Menschen sogar tödlich enden!

Da es kein spezielles Serum für das Gift die Spinnenfische gibt, muss die Behandlung individuell an den Einzelfall angepasst erfolgen. Experten raten zudem zur anschließenden Einnahme von Antibiotika, wie auch einer Tetanus-Impfung.

In Südfrankreich wurde von Luc de Haro die Methode weiterentwickelt die Gifte des Spinnenfisches mit einem Temperaturschock abzubauen. Nach seinem Vorschlag sollte man die Wunde mit einem Fön für zwei Minuten erhitzen und danach mit Eis kühlen. Ob dies tatsächlich hilft, und man sich hierauf verlassen kann, ist zumindest zweifelhaft.

Übrigens ist das Petermännchen ein hervorragender Speisefisch. Allerdings muss man bei der Zubereitung sehr vorsichtig sein, und auf die bis zu sieben Giftstacheln auf dem Rücken achten, wie auch auf die giftigen Stacheln links und rechts an den Kiemen.

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7 Kommentare
N. am 14.11.17 um 00:15 Uhr
Bin beim Wellenhüpfen am 11.11.17 platja de muro vom Spinnenfisch gestochen worden. Uns war nicht bekannt, dass es die dort gibt. Warnhinweise gab es vor Ort nicht. Daher wussten wir auch nicht,was zu tun war. Nach Hinweis der Hotelrezeption ließ ich ab ca. einer halben / dreiviertel Stunde ca. 45min warmes Wasser in der Dusche über den rot und heiß anschwellenden Fuß laufen, sehr schmerzhaft. Anfangs waren 3schwarze,kleine Pünktchen und ein 5-6mm Einschnitt zu erkennen. Die verschwanden mit dem Anschwellen. Die dann eintreffende,sehr freundliche Ärztin ließ mich den Fuß wiederholt in sehr heißes Wasser tauchen und gab eine Injektion mit Cortison/Antihistamin.Stunden später folgten Bauchschmerzen, ein inzwischen in Wahrnehmung und Beweglichkeit eingeschränkter Fuß, fiebriges Gefühl und heftigem Herzrasen,das sich nicht beruhigen ließ. Mitten in der Nacht kam nochmal ein Arzt, nahm mehrmals die Vitalwerte, gab noch eine Spritze mit antiallerischem Mittel und gegen Schmerzen, auch beruhigend. Benzodiazepam lehnte ich ab. Bis dahin war der Rückflug unklar. Der Arzt erlaubte dies und wir konnten ein paar Stunden später zurückfliegen. Leider sind trotz Rückgang der Schwellung immernoch Taubheitsgefühl, Schmerzen, Dauerkopfschmerz und ab und zu plötzlich Herzrasen vorhanden. Infos bekam ich vom Giftinformationszentrum Nord. Meine Hausärztin konnte nicht viel damit anfangen. Hinweisschilder vor Ort wären sicher hilfreich. Eigentlich dachte ich, dass es ein herrlicher Ort für Familienurlaub mit Babys und Kleinkindern wäre, gerade der flache Strand. Nun sehe ich das mit gemischten Gefühlen.
Markus am 20.08.17 um 22:26 Uhr
Hallo. Ich wurde heUte auch in der Nähe von Caorle Italien gestochen. Wahnsinnige nicht nachlassende Schmerzen. Sofort zum Arzt da es nicht nachlassende und stark schmerzt. Der hat mir eine Cortisonspritze und ein Antiallergicum verabreicht und mein Fuss in sehr heisses Wasser zehn Minuten getaucht. Es trat nach einiger Zeit Linderung auf. Aber der Schmerz ist nicht zu beschreiben und gefühlt glüht der ganze fuss und man kann ohne doc nichts ändern. sofort betroffene körperstelle heiss baden...so heiss wie auszuhalten ist...
Bernd am 10.08.17 um 11:38 Uhr
Nein, nicht nur Petermännchen, in die man reintritt, führen Verletzungen herbei. Beim Schwimmen an der Playa de Palma im Juli 2o17 wurde ich innerhalb weniger Minuten 2x in die Wade gebissen, der erste Biss riss ein Stück eines dunklen Muttermales heraus, der 2 Biss erfolgte wenige Zentimeter daneben. Also, nirgenswo reingetreten und trotzdem angegriffen.
Liva am 30.07.17 um 11:28 Uhr
Ich ahnungslose Badegast attackiert vom Spinnenfische auf Plaja Illetas. Morgens um 7:30 richtige Schwarm ging los .Hab 3 dicke Stiche kassiert , Panick, Schmerzen ... Unwohlsein . So kann ich mir vorstellen die ungeklärte Todesfälle auf die Mallorca Strände. Je nach Menge und Situation kann das Gift der ins blutbahn gelandet hat,,, ein Herzstillstand hervorgerufen . Leute an die Rezeption haben so was nie gehört und ist nicht bekannt das es täglich Leute verstochen werden... das es Feuerquallen noch dazu jede Menge ins Wasser sind. Hab wirklich überlegt ob ich was schreibe oder nicht. Dadurch das jeder Menge Kinder, Säuglinge bis zu Neugeborene ins Wasser gesehen habe , habe mich entschlossen mein Ereignis bekannt zu machen. Die Touristen Taxe die wir bezahlen wird wohl nicht ausrechend für ein Schild an die Strände um bekannt zu machen was für gefahre das Badewasser mit sich bringt??
VS am 11.09.16 um 16:38 Uhr
Ich (13) bin heute in unserem Urlaub in Italien auch von einem Spinnenfisch gestochen worden. Es is wirklich sehr sehr schmerzhaft, aber wir sind sofort zu einem Sanitäter am Strand gegangen, bei dem ich meinen Fuß 15 Minuten in heißes Wasser gehalten habe, nachdem der Sanitäter meinen Fuß desinfiziert hatte. Aber nach ein paar Tagen humpeln habe ich mich sogar wieder zu Baden ins Meer getraut, wenn auch nur mit Luftmatratze. Der Bademeister des hat uns gewarnt vor weiteren Stichen, da der Spinnenfisch dieses jahr (2016) scheinbar auch in Italien ein großes Problem für Badegäste darstellt. ich empfehle Badeschuhe. Gruß VS
HZ am 14.08.16 um 17:57 Uhr
Trotz aller Vorsicht hat mich heute ein sehr großes Exemplar eines Trachinus Radiatus bzw. aranya de cap negre beim Angeln an der Hand verletzt. Sehr sehr übel. Es war kaum auszuhalten. Die Heißwassermethode hilft und ist auch etwas schmerzlindernd. Aber ohne Notaufnahme, d.h. Schmerzmittel intravenös, Kortison und Anti-Allergika ging es nicht. Beim Enthaken der Fische muss man extrem aufpassen. Auch wenn man meint, die seinen schon hinüber, erweisen sie sich als extrem zäh und zappeln dann doch noch einmal für einmal und schon ist es geschehen.
Stefan am 14.10.14 um 11:37 Uhr
Hallo, Ich wurde ebenfalls von einem Fisch gebissen, es ist unerträglich. Ich empfehle einen Notarzt aufzusuchen.Das Antibiotikum hilft gut. Denkt an Badeschuhe Stefan

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