Valldemossa: Ein Hauch von Frédéric Chopin

Die Gemeinde Valldemossa auf der spanischen Baleareninsel Mallorca hat rund 2.000 Einwohner. Der gleichnamige Hauptort der Gemeinde liegt 18 Kilometer nördlich von der Hauptstadt Palma und hat ca. 1.500 Einwohner. Er liegt auf einer Höhe von etwa 480 Metern und befindet sich in der Region Serra de Tramuntana.

Das Bergdorf verdankt seine Bekanntheit vor allem dem polnischen Komponist Frederic Chopin, der dort einen Winter mit der französischen Schriftstellerin George Sand verbrachte. Später verfasste diese über eben jenen Winter den sie mit Chopin hier verbracht hatte das Buch ein Winter auf Mallorca. In diesem Werk beschreibt sie die Landschaft sehr malerisch und eindrucksvoll.

Leider mussten die beiden ihren Aufenthalt in Valldemossa sehr schnell, schon nach 2 Monaten, wieder abbrechen, da die Tuberkulose Chopins sich deutlich verschlimmerte. Obwohl der Aufenthalt der beiden hier nur sehr kurz war zieht diese Tatsache noch heute zahlreiche Touristen an den Ort, die die Räumlichkeiten besichtigen in denen die beiden während der Zeit in dem Ort gelebt haben. Das ehemalige Kloster das den Berühmtheiten als Aufenthaltsort diente wurde inzwischen für Besucher umgebaut und beherbergt einige Chopin-Reliquien.

Außerdem wurde Catalina Thomas in Valldemossa geboren, sie ist die einzige Heilige Mallorcas und wird besonders hier in ihrem Geburtsort sehr verehrt. An zahlreichen Häuser des Dorfes befinden sich bunte Ziegel, die aus dem Leben der Heiligen erzählen. Außerdem befindet sich in Valldemossa das Kulturzentrum Costa Nord, es entstand durch eine Initiative von Michael Douglas. Es bietet Informationen über die Natur der Serra de Tramuntana und über regelmäßig stattfindende kulturelle Veranstaltungen.

Die Kartause von Valldemossa
Die Kartause von Valldemossa

Zu den besonderen Spezialitäten des Bergdorfes gehört ein aus Mandel hergestelltes Getränk und eine Art Gebäck aus Kartoffeln, das die Einheimischen herstellen. Eine Sehenswürdigkeit des Ortes ist die Kartause de Valldemossa. Sie ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der ganzen Insel und wurde von König Martin dem ersten errichtet. Das heutige Klostergebäude stammt allerdings größtenteils aus dem 18. Jahrhundert. Inzwischen befinden sich die neun Klosterzellen in Privatbesitz. Zum Kloster gehört auch eine neoklassische Kirche.

Eine weitere recht bekannte Sehenswürdigkeit des Bergdorfes Valldemossa ist die Kirche Santa Catalina Tomàs, die ihren Namen zu ehren der hier geborenen Heiligen trägt. Valldemossa hat mit seiner großen Nähe zur Hauptstadt der Insel und seinen vielen Sehenswürdigkeiten sowie seiner interessanten Geschichte den Touristen einiges zu bieten. Und genau aus diesem Grund kommen die meisten Besucher auch hier her.

Eindrücke von Valldemossa

Wer seinen Urlaub nicht direkt in dem kleinen Bergdorf verbringen möchte sollte auf jeden Fall zumindest einen Tagesausflug hierher unternehmen und sich die schöne Umgebung ansehen, besonderes Augenmerk sollte man hierbei haben auf die Räumlichkeiten die einst Chopin bewohnte. Aber auch die Idylle des Dorfes und den typisch mallorquinischen Charme den dieses ausstrahlt sollte man einfach auf sich wirken lassen. Die Umgebung lädt besonders Wanderer zu langen Spaziergängen über die nahe gelegenen Berge ein, aber auch die etwas flacheren Wanderwege eignen sich hervorragend für einen ruhigen Spaziergang. Zudem hat man so besser die Möglichkeit sich die schöne Landschaft in Ruhe anzusehen.

Artikel bewerten:

29 Bewertungen (Ø 4.4 von 5.0)

Artikel weiterempfehlen:

Kommentar schreiben