Warnung vor den gefährlichen Feuerquallen!

Feuerqualle
 
Die Leuchtquelle, landläufig Feuerqualle und lateinisch Pelagia noctiluca genannt, lebt vor allem in wärmeren Meeren, wie dem Mittelmeer, dem Roten Meer und im Golf von Mexiko, ist aber auch in der Nordsee anzutreffen. In den letzten Jahren häuften sich im Mittelmeer die Meldungen über ungewöhnliche Massenvorkommen von Feuerquallen.

Sie besitzt zwar kein so starkes Gift wie die sogenannte Portugiesische Galeere, löst allerdings starken Juckreiz und brennende Schmerzen aus. Die betroffene Hautregion schwillt zudem stark an, und es entwickelt sich eine Blasenbildung der Haut. Alle Symptome klingen in der Regel nach ca. 48 Stunden wieder ab.

Feuerquallen – Eine oft unterschätzte Gefahr

Lebensgefährlich wird es allerdings, wenn das Opfer gegen das Gift allergisch reagiert. Die Allergie auslösenden Eiweiße der Qualle gelangen über die Blutbahnen überall hin und der Kreislauf versagt. In seltenen Fällen droht sogar ein anaphylaktischer Schock.

Wer nicht aufpasst, was kaum möglich ist, weil man die Quallen im Wasser meistens erst dann sieht, wenn man schon mit einem der giftigen Tentakel (Nesselfäden) in Berührung gekommen ist, sollte schnell handeln. Sobald man mit der Feuerqualle in Berührung kommt, reißen die in den Nesselfäden konzentrierten Kapseln explosionsartig auf und die Qualle schießt stilettartige Dornen in die Haut ihres Opfers. Über einen Schlauch wird dabei dann das Gift injiziert.

Wer das Risiko einer Berührung mit Quallen generell ausschliessen will, rüstet sich vorsorglich mit einem Stingersuit. Der nur 250 Gramm leichte Quallenschutzanzug schützt garantiert vor den Quälgeistern und sorgt für uneingeschränkten Badespaß.

Obwohl die Inselgemeinden im Falle einer erhöhten Giftquallengefahr im Meer warnen sollten, hört man von offizieller Seite nur wenig. Man will einerseits die Touristen nicht verschrecken. Andererseits versucht man die Quallenschwärme, wenn man ihnen gewahr wird, mit großen Netzen abzufischen, was aber oft nicht gelingt, weil man sie einfach nicht rechtzeitig bemerkt.

Die Strände von Mallorca, die überwacht und auch gereinigt werden – was bei den meisten Stränden in der Hauptsaison der Fall ist, werden jeden Tag von angeschwemmten Quallen gesäubert. Vor dem Bad im Meer sollten sich Urlauber deshalb erst über die Lage vor Ort informieren und selbst wenn es heisst das Meer sei quallenfrei nicht blind darauf vertrauen. Schon damit man bei Ansicht von Quallen oder gar einer Quallenberührung nicht panisch reagiert.

Man sollte beim Baden im Meer versuchen die Ruhe bewahren, wenn man Quallen sieht oder gar mit ihnen in Kontakt gerät. Wenn man wild um sich schlägt, ist die Gefahr sehr groß, mit noch weiteren Tentakeln in Berührung zu kommen. Es empfiehlt sich, vorsorglich Kortisonsalbe in der Reiseapotheke zu haben, um diese im Bedarfsfall möglichst schnell auftragen zu können.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Kontakt mit Quallen

  • Informieren Sie sich in ihrem Urlaub möglichst täglich bei den Touristen-Informationen oder der Gemeindeverwaltung ihres Ferienortes über das aktuelle Quallenaufkommen im Meer und am Strand.
  • Da auch tote Quallen, die am Strand angespült liegen, noch nesseln können, empfiehlt sich das Tragen von Badeschuhen. Erwachsene sollten unbedingt auf ihre am Strand spielenden Kinder achten.
  • Wer trotz Quallenaufkommen unbedingt im Meer baden möchte, sollte unbedingt in Ufernähe bleiben, um nach einem Quallenkontakt schnell wieder zurück zum Strand zu gelangen.
  • Zur Vorbeugung gegen die Folgen eines Quallenkontaktes werden in den Apotheken spezielle Schutzmittel in Form von Körperlotionen angeboten, die auch zugleich einen Sonnenschutz bieten. Diese Lotionen sollen nach Angaben der Anbieter vor dem Schwimmen im Meer am ganzen Körper aufgetragen werden.
  • Aber Vorsicht: Nach Aussagen von Urlaubern, die Bekanntschaft mit der Feuerqualle machen mussten, garantieren diese Präparate keinen ausreichenden Schutz. Bei der Berührung mit einer Feuer- oder Würfelqualle, oder gar mit der gefährlichen Portugiesischen Galeere, sollen diese Lotionen angeblich völlig wirkungslos sein.
  • Wer die Folgen einer Berührung mit Quallen generell ausschliessen will, rüstet sich vorsorglich mit einem Schutzanzug. Hier hat sich seit Jahren der atmungsaktive Nesselquallen-Schutzanzug Stingersuit als zuverlässiger Wächter bewährt. Der nur 250 Gramm leichte Schutzanzug, der von zehntausenden Australiern seit vielen Jahren beim Baden im Meer getragen wird, soll garantiert vor den Quälgeistern schützen und deshalb für einen uneingeschränkten Badespaß geeignet sein.

Erste-Hilfe-Maßnahmen nach Quallenberühung

  • Wer doch mit der Feuerqualle oder einer anderen giftigen Qualle in Kontakt kommt, sollte unbedingt Ruhe bewahren und langsam zum Strand zurück schwimmen. Wer vor Schreck mit den Armen um sich schlägt, macht ggf. Bekanntschaft mit noch mehr Tentakeln, und bekommt dabei noch mehr Gift injiziert.
  • Vorsicht! Gelegentlich treiben auch abgerissene Tentakeln im Wasser, die ebenfalls noch nesseln.
  • Am Strand angekommen, sollte man den betreffenden Hautbereich mit Meerwasser, Essig oder Zitronensäure abspülen. Auf keinen Fall Süßwasser, alkoholische Getränke, Aftershave, Deospray oder Parfüm verwenden. Es besteht die Gefahr, das weitere Nesselkapseln aufplatzen und weiteres Gift freisetzen. Reiben und kratzen an den betroffenen Stellen sollte man unbedingt unterlassen.
  • Bei Unwohlsein sollte sofort ein Arzt konsultiert werden, bzw. sicherheitshalber gleich den Notarzt rufen!
  • Danach Sand über die Haut streuen, damit der von den Quallengiften betroffene Bereich austrocknet. Auch das vorsichtige bestreichen der Kontaktstellen mit einer Paste aus Backpulver und Wasser ist zur Linderung gut geeignet.
  • Im Anschluß die Masse mit einem stumpfen Gegenstand (Bank -/Kreditkarte oder stumpfes Messer) abschaben. Dabei sollte man jedoch sehr vorsichtig vorgehen, damit man sich nicht noch zusätzlich verletzt.
  • Im Hotelzimmer dann auf die Schwellung Rasierschaum oder Zahnpasta aufbringen. Auch ein Eiswickel, Zwiebelscheiben und eine Essigkompresse, kann zusätzliche Linderung bringen.
  • Nach einem Quallenbiss sollte man viel trinken, und falls nötig – in Absprache mit einem Arzt – ein Antiallergikum oder ein Schmerzmittel einnehmen und ggf. auch eine Kortisonsalbe verschreiben lassen.

Quallenopfer sollten nicht alleine gelassen werden, da die Gefahr eines allergischen Schocks besteht. Auf eine allergische Reaktion hindeuten können sehr starke Schmerzen und Schwellungen, und ein allgemeines Unwohlsein des Betroffenen.

In jedem Fall ist beim Schwimmen im Meer Vorsicht geboten. Für das Auftauchen von Quallen gibt es nämlich keine Regelmäßigkeit. Quallen können nur schwach aktiv schwimmen und werden deshalb passiv durch Wind und die Strömungen des Meeres gelenkt.

Meeresbiologen führen zunehmende Quallenplagen im Mittelmeer auf klimatische Veränderungen, und in der Folge, höheren Wassertemperaturen der Meere zurück. In den letzten Jahren wurden zudem die natürlichen Feinde der Quallen durch Überfischung extrem dezimiert.

Quallen sind zwar bereits im Frühjahr zahlreich vertreten, werden aber meist ab den Sommermonaten erst in Strandnähe sichtbar, bzw. in großer Zahl an die Strände geschwemmt.

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6 Kommentare
Ingrid Schweitzer am 24.09.15 um 16:41 Uhr
In Punkt 6 loben Sie den Nesselquallen-Schutzanzug als unverlässigen Wächter. Das wollten sie wahrscheinlich nicht so schreiben. Richtig wäre der "zuverlässige" Wächter.
Kommentar von mallorcatipps.com:
Vielen Dank für den Hinweis!
Fut am 23.09.15 um 21:38 Uhr
Speziell im Genitalbereich äußerst lästig, da eine ungewollte "Megaerektion" die Folge sein kann! Sehr unangenehm am überfüllten Strand...
wolfgang scheuer am 11.09.15 um 22:06 Uhr
waren Anfang/ Mitte September 2015 an der cotes d'azur , der Strand war übersäht mit angeschwemmten Feuerquallen. Ein Baden war absolut nicht empfehlenswert. Nur die Kinder hatten Spass am Herausfischen der Quallen. Schade, denn das verringert erheblich den Urlaubsgenuss.
Ronald am 11.09.15 um 18:00 Uhr
Feuerquallen in der Badebucht von Banyafulbar - extrem stark wegen der Strömung VorSicht bei Kleinkindern
Tammi am 02.08.15 um 12:28 Uhr
Hallo. Ich habe auch erst letzte Woche Bekanntschaft mit einer Feuerqualle auf Mallorca gemacht. (An der Schulter) Man merkt es gleich wenn man eine berührt hat, da es sich anfühlt wie wenn man sich an heißem Metall brennt. Nach dem ersten Schreck bin ich dann zurück zum Strand. Dort hatten die Rettungsschwimmer ein Spray, mit dem sie die Wunde besprühten und das schnelle Linderung brachte. Nach einer Stunde war der Schmerz Weg. Mir wurde gesagt, dass es gut war, dass ich die Verletzung nicht berührt habe. Also wenn möglich zu den Rettungsschwimmern gehen und sich gleich versorgen lassen. Nach fünf Tagen hatte ich nur noch eine Kruste wie bei einer Schürfwunde. PS: an den meisten Stränden weht bei Quallengefahr eine extra Fahne mit Quallen drauf.
Shady Rest am 26.03.15 um 13:14 Uhr
Die Bekanntschaft mit Feuerquallen ist alles andere als schön. Besonders, wenn man weit draußen schwimmt und erstmal seine liebe Mühe hat, die Plagegeister wieder vom Körper zu bekommen, gleichzeitig aber auch zurück zum Strand schwimmen möchte. Die sich einmal festgeschlungenen Quallen lassen es kaum zu, noch normal schwimmen zu können. Mir hat damals die "Erste Hilfe" des Strandrestaurants sehr geholfen. Der Kellner brachte mit Essig getränkte Servietten und Eiswasser, beides half sehr schnell und gut. Der Schock saß zwar noch tief, aber die Schwellungen waren nach ca. 2 Stunden verschwunden. Antihistamine, Kortison o.ä. brauchte ich nicht!

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